Sonntag, 22. Februar 2009

Paris St. Germain 2:0 VfL Wolfsburg

Die Auslosung verfolgte ich auf der Weihnachtsfeier, Paris St. Germain sollte unser Gegner im Europapokal werden. Ein tolles los, wieder eine tolle Stadt und ein namenhafter Verein. Nach dem der genaue Spieltermin bekannt wurde ging der Kampf um den Urlaub los. Glücklicherweise bekam ich von meiner Lehrerin eine Schulbefreiung und auf der Arbeit war es nun auch kein Problem mehr frei zu bekommen. Ich entschloss mich mit einem bekannten Gesicht im Bus nach Paris zu fahren, während ein anderer Teil aus unserer Gruppe mit dem GWA-Bulli die Reise nach Paris antrat. Der Tag der Abreise war gekommen und ich setzte mich in den Bus. Abfahrt war um 22 Uhr an der Arena im Allerpark. Das Publikum in diesem Bus war gut gemischt: Einige Deppen, einige Realisten, einige Saufnasen und zwei Busfahrer. Darunter wir - na toll! Die dreizehnstündige Fahrt verbrachte man mit trinken von alkoholhaltigen Getränken, schlafen und erzählen. Einige tranken mehr Gerstensaft, ich beschränkte mich auf meinen Bacardi mit Cola. Schlafen konnte man eh nicht richtig und nachdem die Nacht überstanden war ging es auf den ersten französichen Rastplatz. Der Nachbarbus voll mit frazösichen jungen Damen. Wow, heiße Geräte die erstmal begutachtet wurden. Nach einiger Zeit ging es weiter und irgendwann waren wir dann endlich in Paris. Der Busfahrer fand trotz Navi nicht sofort den Weg zu unserem Hotel. Nach dem Check-In kurz auf das Zimmer. Frisch machen und in die Stadt. Mit der Metro bewegten wir uns durch die "Stadt der Liebe". Eine tolle Stadt, muss man ja sagen. Nachdem einige Sehenwürdigkeiten betrachtet wurden ging es zu dem eigentlichem Grund dieser Fahrt. Das Europapokalspiel gegen Paris. Wieder mit der Metro zum Stadion. Die Polizei verfrachtete uns in Nebenstraßen wo wir gesammelt wurden. In Zehnergruppen wurden wir dann zum Stadion geführt, geleitet von rund 25 Polizisten die mehr oder weniger stark bewaffnet waren. Einige Waffen sahen aus wie Panzerfäuste. Was passiert, wenn die damit mal ballern? Na ja, vor dem Block wurden wir dann gut kontrolliert und dann ging es rein in die gute Stube. Der Gästeblock war schon rund 50 Minuten vor dem Anpfiff gut gefüllt. Ich traf auf viele bekannte Gesichter. Die Erlebnisse der Fahrt und der Stadt wurden ausgetauscht, der richtige Platz gesucht. Als Tito dann das erste mal zur Begrüßung der anwesenden Heimfans "Fortyfive" angestimmt hat, der Block recht gut mitzog wurden wir doch arg ausgepfiffen - irgendwie geil. Der Gästeblock befand ich in der Kurve neben dem Heimbereich. Noch einige weitere Lieder, dementsprechendes Pfeifkonzert und irgendwann war es 20:41 Uhr. Die Mannschaften liefen auf den Platz. In unserem Block wurde die Wolfsburg Zanfahne präsentiert und plötzlich erstrahlte der Block in einem rotton. Einige bengalische Feuer wurden gezündet, was natürlich gar nicht mal so schlecht aussah. Der Rauch verzog sich und man erblickte den Rest des Stadions wo sich gleiches tat. Irgendwie war in jeder Ecke irgendwo ein Bengalo zu sehen. Die nette Atmosphäre zu Spielbeginn war also geschaffen. Wir stimmten unsere Lieder an, die aber lautstark aus der nahen Pariser Kurve gekontert wurden. Donnerwetter waren die Laut. Anfangs sangen wir noch gut gegen - sofern das überhaupt möglich war - aber irgendwan sah man das staunen der stimmungsgewillten Wolfsburger. Dementsprechend verflachte der Support bis zur Pause. Spielerisch hielten unsere Jungs in Weiß Grün zur Pause das null zu null, hatten Chancen zum Führungstor. In Durchgang zwei aus unserem Block weniger Liedgut, dafür dauerhafter Gesang. Die Lautstärke kam wieder etwas: "Wir singen, wir springen, wir tanzen" schallte es aus unserer Kurve. Leider kassierten wir durch einen krassen Torwartfehler das 1:0. Die Heimkurve brachial laut, rastete richtig aus. Es folgte sogar noch das zweite Pariser Tor, bei dem unsere Nummer eins im Tor auch nicht glücklich wirkte. Wir verloren das Spiel und die Ausgangsposition für das Spiel am Donnerstag ist nun mehr als unglücklich. Nach dem Spiel noch einige Provokationen aus der nahen Heimkurve. Wir durften das Stadion nicht verlassen, einige "Möchtegern-Pöbel" riskierten gegen und nun einien Lauten. Nach gut dreizig Minuten durften wir dann, begleitet von der Polizei, den Weg aus dem Stadion zur Metro gehen. Anschließend blieb es ruhig, die Masse teilte sich. Viele suchten ihre Busse oder Hotels auf, letzteres taten wir auch. Dort noch etwas getrunken und am nächsten Morgen nach dem Frühstück richtung Heimat, wo wir in den späten Donnerstagabendstunden auch ankamen.

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